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Fütterung Heilkräuter

Pferde im Herbst – So kommt dein Pferd fit in den Winter!

Nicht nur, dass die Nächte wieder länger werden, mit den Nächten wächst auch das Fell unserer Pferde im Herbst wieder zum dicken Winter-Flauschemantel heran.

Es wird langsam kühler, das Weidegras schränkt sein Wachstum ein. Das Angebot an Kräutern und Gräsern sinkt, dabei wird sowohl das Immunsystem als auch der Stoffwechsel unserer Pferde enorm beansprucht.

Hier also Fakten über unsere Pferde im Herbst und ein paar Tipps, wie du dein Pferd unterstützen kannst, fit in den Winter zu kommen!

 

Die Nächte werden länger

Viele von euch werden beobachten können, dass sich mit dem länger werden der Nächte auch euer eigener Rhythmus ändert. Ich zum Beispiel werde generell gern mit der Sonne wach und und mit Eintreten der Dämmerung müde. Das passt sich automatisch an, dazu trage ich nicht bewusst bei. Unseren Pferden geht es ähnlich.

Tipp: Vielleicht ist euer Pferd etwas träger als sonst, wenn ihr in den Stall kommt? Vielleicht ändert sich sein Schlaf-Rhythmus? Beobachtet das gerne mal und passt eure Trainingszeiten daran an. Eure Pferden werden es euch danken!

 

Winterfell

 

Das Winterfell wächst

Das Wachstum des Winterfelles ist nicht nur an Temperaturen gebunden, das orientiert sich auch am Tag-Nacht Rhythmus. Wenn also die Sonne so langsam weniger stark scheint, weniger hoch am Himmel steht, heißt das fürs Pferd: Winterfell wachsen lassen! Meine beiden Ponys waren in diesem Jahr sogar noch etwas früher dran als sonst. So sind sie jetzt, Ende September schon ziemlich flauschig.

Tipp: Herr Pony bekommt je nach Bedarf eine Kräutermischung, die auf die Jahreszeit abgestimmt ist und genau die Kräuter liefert, die unsere Pferde gerade brauchen. Diese Herbstkräuter könnt ihr hier bestellen!*

 

herbstkraeuter1

Das Immunsystem wird stark beansprucht!

Das Wachsen des Winterfelles fordert den Organismus unserer Pferde viel mehr als wir denken. Gleichzeitig stellt das Weidegras das Wachstum langsam ein, das Kräuterangebot wird weniger. Aber gerade jetzt braucht das Pferd mehr Vitamine und Mineralien, um trotz des Fellwechsels fit zu bleiben. Nur ein gesundes und fittes Immunsystem kann Vieren, Bakterien und Pilze abwehren.

Tipp: Gerade im Herbst verwende ich gerne Hagebutten als Leckerchen für meine Pferde.

Hagebutten stärken das Immunsystem und enthalten viele wichtige Mineralstoffe und Vitamine.

 

Das Weidegras stimmt sich auf den Winter ein

Das bedeutet, dass es aufhört zu wachsen, seine Inhaltsstoffe umwandelt und einspeichert. Dies wiederum bedeutet, dass das Gras fruktanhaltiger wird. Ab dem Zeitpunkt, ab dem die Temperaturen Nachts unter etwa 5 Grad sinken, ist das Gras also für unsere Pferde nicht mehr gut verträglich. Hier ist bei bereits vorbelasteten Pferden besondere Vorsicht geboten. Es können Störungen des Stoffwechsels auftreten, was bedeutet, dass Vitamine und Mineralien nicht ausreichend zur Verfügung gestellt werden können.

Mein kleiner Spencer bekommt im Frühling und im Herbst Stoffwechselkräuter von Krauterie.de**. Diese Kräuter helfen dabei, den Stoffwechsel unserer Pferde anzukurbeln und zu stärken und Giftstoffe auszuleiten.  Bei mir persönlich hat sich diese Kräutermischung beliebt gemacht, weil sie Gänseblümchen enthält. Gänseblümchen machen fröhlich – echt jetzt! 😀

Tipp: Mehr zum Thema Fruktan und Hufrehe findet ihr in diesem Artikel.

 

 

stoffwechselkraeuterStoffwechselkräuter von Krauterie.de

Die Mauke hat jetzt Hochsaison

Wir kennen es alle. Aus unseren schönen, saftigen Weiden wird langsam aber sicher ein braunes Matschloch. Da wir unsere Pferde aber trotzdem nicht rein in Boxen halten wollen, stehen diese oftmals ein paar Tage oder Wochen im Schlamm. Ein trockener Paddock würde Abhilfe schaffen, den haben wir aber eben auch nicht alle zur Verfügung. Ist nun schon das Immunsystem etwas angeschlagen, oder hat das Pferd spröde Fesselbeugen, nisten sich Bakterien ein, die Mauke feiert Party.

Tipp: Neben der Maßnahmen die ihr vorbeugend treffen könnt, wie das regelmäßige Säubern der Fesselbeugen und Beine, gibts hier ein Rezept für eine Mauke-Salbe, die ihr ganz leicht selbst herstellen könnt.

 

 

Der Speiseplan wird einseitiger

Im Herbst stellt das Gras langsam das Wachstum ein, viele Einstellbetriebe schließen die Weiden, das Platzangebot für unsere Pferde beschränkt sich ab jetzt meist auf Stall und Paddock. Gleichzeitig wird notgedrungen der Speiseplan eingeschränkt auf Heu und Stroh.

Tipp: Um deinem Pferd Abwechslung und Beschäftigung zu bieten, könntest du ihm Blätter und Äste zur Verfügung stellen. Hier empfehlen sich  zum Beispiel Äste der Weide oder eines Apfelbaumes, Brombeer- und Himbeerblätter. Ich stelle zusätzlich Walderde oder Moor zur freien Entnahme zur Verfügung.

 

*

Viele Pferde trinken jetzt weniger

Ich konnte bei meinen Ponys beobachten, dass sie im Herbst und im Winter weniger Bedarf an Wasser sehen, was unter Umständen eine Mehrbelastung für die Nieren bedeuten kann.

Tipp: Seit letztem Herbst bekommen die Ponys also zusätzlich zur automatischen Tränke noch einen Eimer mit Wasser zur Verfügung gestellt. Für viele Pferde ist es angenehmer aus einem Eimer zu trinken, so auch für meine zwei Zwerge. So verschwinden gut und gerne zusätzliche 10 – 20 Liter Wasser täglich ins Pferd.

 

Parasiten wie Haarlinge feiern Feste!

Das kuschlige Fell unserer Pferde bietet ein tolles Zuhause für Haarlinge und anderes Ungeziefer. Wenn ihr bemerkt, dass sich euer Pferd vermehrt kratzt, solltet ihr das Haarkleid auf Ungeziefer durchsuchen. Die Eier der Haarlinge kleben meist am Halsansatz, an den Ganaschen. Das sind kleine weiße Eier, die ziemlich gut am Fell haften. Im Normalfall wehrt das Immunsystem unserer Pferde solche Tierchen gut ab, ist dieses aber nicht ganz fit, vermehren sich die Biester im rasenden Tempo und lösen Juckreiz aus. Früher hatte Herr Pony oft mit Haarlingen zu kämpfen, heute, wo sein Immunsystem stabil arbeitet, stellen sie kein Problem mehr dar.

 

Das Beste kommt immer zum Schluss!

Spencer hat hier noch eine kleine Überraschung für euch:

 

Vielen Dank an Krauterie.de für die Unterstützung dieses Beitrags **

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3 Comments

  • Reply
    Ursula Birkle
    at

    Herzlichen Dank für diesen tollen und informativen Artikel!
    Ich selbst füttere meinem 4-jährigen Freiberger momentan die Herbstkräuter und mache gute Erfahrungen damit. Meine Frage an Dich wäre: Sind die Stoffwechselkräuter für „alle“ Pferde empfehlenswert, sozusagen unterstützende oder eher für diejenigen mit „Vorgeschichte“ und akutem Magel?
    Mein „´Kleiner“ ist ein fittes Kerlchen und ich sehe die Herbstkräutergaben prophylaktisch bzw. ergänzend.
    LG von Ursula

    • Reply
      Tanja
      at

      Hallo Ursula! Nein, nein. Meine beiden Ponys sind auch nicht (auf Holz klopf) vorbelastet. Der Große bekommt die Herbstkräuter einfach als Ergänzung, so wie deiner. Die Stoffwechselkräuter bekommt der Kleine, weil ich bemerkt habe, dass er mit den Gräsern jetzt nicht gut zurecht kommt, also auch als Unterstützung. Wenn du dir unsicher bist, kann ich aber sehr empfehlen, einfach bei der Krauterie nachzufragen, ich werde immer sehr kompetent beraten 🙂 Liebe Grüße an dich!

      • Reply
        Ursula Birkle
        at

        Danke Tanja – guter Tip – ich frag mal direkt bei der Krauterie nach.
        Einen schönen Tag für Dich und Deine Fellnasen !!

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