Tash-Horseexperience
Partner Pferd

Unsere Geschichte

Jänner 2008

Ich sitze am Computer und bekomme einen Anruf einer Freundin. Ich solle ein Inserat ansehen, dieses Pferd würde genau zu mir passen…Gesagt – getan: Sofort das Inserat angesehen und die Nummer der Besitzerin gewählt. Schon am Wochenende sollte es so weit sein – Probereiten war angesagt!

Bei dem eher unscheinbaren Verkaufsstall angekommen, empfängt uns die Verkäuferin und führt uns in den Stall… dunkel und niedrig… bei einer kleinen Box angekommen, steht da ein (für die gewohnten Verhältnisse) kleiner schwarzer Wallach. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir nicht klar was ein Stockmaß von 1,25 wirklich bedeutet… Ich war Warmblüter gewohnt und hatte ein andalusier-ähnliches Etwas erwartet… Nein, es war ein kleiner, schmaler Pony, welcher nebenbeigesagt nicht viel mit den Verkaufsfotos zu tun hatte. Der Mähnenkamm umgefallen, unter dem nicht vorhandenen Winterfell schienen die Rippen durch… Die Erklärung dazu: Er wurde erst vor 6 Monaten kastriert, geht seit Wochen (Weihnachtsmarkt usw.) im Kinderkarussell und wird nebenbei noch weiter ausgebildet.

Gut, putzen und aufsatteln: Lässt er sich alles gut gefallen, es folgt ein kleiner Ausritt zum nahegelegenen Reitplatz. Dort wird getrabt und das Pferdchen noch vorgeführt.

Wieder zurück im Verkaufsstall bringen wir den Kleinen in ein Roundpen zu weiteren Ponys. Es darf gespielt und ausgespannt werden. Nach einer weiteren Stunde der Pony-Beobachtung gehts mit gemischten Gefühlen ab nach Hause… (ohne Pony)

Grübel, grübel und studier…. Die Gedanken „er ist schon sehr klein“ und „will ich wirklich ein zweites Pferd“ (ich hatte damals noch meinen 20 Jährigen Warmblutwallach, welcher aber seit Jahren nicht mehr reitbar war).

Jedem Zweifel zum Trotz wurde Shadow am 19. Jänner 2008 abgeholt und zu uns in den Stall gebracht.

Damals ca. 6 Jahre alt, ziemlich ausgemergelt, „frisch kastriert“ und selbstbewusst.

Hier noch zwei Fotos von damals… einer der ersten Tage auf unserem Hof.

Pferdeblog

Pferdegeschichte

… und vergleichsweise dazu ein Verkaufsbild:

Ponygeschichte

Hier werde ich nach und nach Ergänzungen einfügen… vier Jahre bedürfen einiger Mitteilungen 🙂

Der Anfang: (eingestellt, am 18.01.2012)

zugegeben ziemlich blauäugig, stellte ich mir den Umgang mit dem „neuen Pferd“ sehr einfach vor…. damals an ein Pferd gewöhnt, welches mich seit meiner Kindheit begleitete, erwartete ich ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Shadow und mir. Klar, dass es anders kommen sollte.

Der kleine hatte mich weder gern, noch wollte er in irgend einer Weise mit mir zusammenarbeiten.

Im Gegenteil, Hufe auskratzen – Fehlanzeige! Stattdessen gab es regelmäßige Tritte gegen meine Beine.

Kuscheln – von wegen! Wozu auch, er kannte mich doch garnicht.

Satteln und zäumen hingegen funktionierte relativ reibungslos. Am Reitplatz angekommen, galoppierte er regelmäßig (mit mir am Rücken!) auf andere Pferde zu – mit gefletschten Zähnen. Sowas hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie erlebt. Dementsprechend geschockt und demotiviert war das Reiten für die nächste Zeit ad acta gelegt.

Irgendwie wollte im Jahr 2008 so garnichts funktionieren. Angefangen mit Shadows Eingliederung in die Herde: Er zeigte extremes Hengstverhalten.

An dieser Stelle muss ich euch vom ersten Tag in der Herde erzählen. Das war doch ein sehr einschneidendes und beeindruckendes Erlebnis.

Normalerweise gingen wir bei der Eingliederung eines neuen Pferdes so vor, dass zuerst das neue Pferd, dann rangniedrige Tiere und erst zum Schluss die Ranghohen (zu denen auch mein damals noch lebender Warmblutwallach gehörte) auf die Weide gebracht wurden.

Bei Shadows Eingliederung lief das alles etwas anders… Die Herde war bereits auf der Weide und wir beschlossen, es zu versuchen, ihn einfach dazu zu stellen. Vielleicht nicht die beste Idee, wie sich herausstellte, aber so war es eben. Die Herde stürmte los, alle auf Shadow zu. Erst dachte ich „die werden ihn zerstückeln“, doch es sollte ganz anders kommen. Herr Pony suchte sich den größten Wallach raus, quetschte sich ganz nah an dessen Seite und lief quasi wie ein „Schatten“ mit ihm mit. Wie schlau war der eigentlich??! So konnten ihm die anderen Pferde wie auch beschatteter Wallach kein Haar krümmen, da sie sonst doch auch den Bekannten angegriffen hätten. Nach einiger Zeit kehrte etwas Ruhe ein und Shadow löste sich wieder von dem anderen Pferd.

Dann kam mein alter Wallach Filius ins Spiel (Auf Filius hatte ich früher eine Reitbeteiligung. Ich fing mit 9 Jahren an, ihn zu reiten, später wurde er mir geschenkt, mit 16 Jahren bekam er eine Schalenerkrankung und genoss seither seine Pension). Mit angelegten Ohren und gefletschten Zähnen verfolgte er Shadow und trieb ihn über die Weide. Shadow aber war natürlich viel wendiger und schneller als Filius und brachte ihn mit einer flinken Wendung zum stürzen. Filius lag kurz im Schlamm und wusste nicht recht, wie ihm geschah, da drehte Herr Pony um, nutzte die Gunst der Stunde, stellte sich über Filius, welcher mittlerweile am Bauch lag und biss ihm in den Rücken.

Ich wusste in dem Moment nicht, was ich von dem Schauspiel halten sollte. Geschieht Filius recht? Pony lass Fili in Ruhe? Auf alle Fälle ein schräges Bild. Diese Situation bewirkte jedenfalls, dass Filius nie wieder versuchte, Shadow anzugreifen. Oder doch.. Die beiden hatten etwa ein oder zwei Wochen später noch eine einzige Auseinandersetzung. Dabei kämpften sie steigend mit einander. Filius wurde am Maul getroffen. Resultat: ein abgebrochener Zahn, welcher noch im Zahnfleisch hing und herausoperiert werden musste.

An einem Abend im Februar also wurde Filius in seiner Box etwas sediert. Ich assistierte beim Zahnziehen. Für die Tierärztin war das reine Knochenarbeit, nach einer halben Stunde aber war der Zahn gezogen und ich hatte ein Andenken. Filius sollte nun zwei Tage in der Box verbringen und kein Heu fressen. Nicht zur Herde zu können war für ihn das Schlimmste, aber es musste nunmal sein. Er wurde also zwei Tage mit Mash verwöhnt und durfte dann wieder auf die Weide.

Alles schien wieder in Ordnung zu sein. Shadow stand zwar alleine im unteren Bereich der Weide, aber das war in den ersten Wochen der Zusammenführung nicht ungewöhnlich. Am Abend kamen die Pferde von der Weide in die Boxen, ich versorgte meine Beiden. Filius war irgendwie komisch, er wollte nicht so recht fressen. Das war aber doch auch kein Wunder? Der Zahn wird ihm noch weh tun, dachte ich und fuhr nach Hause.

Am nächsten Morgen riefen mich die Stallbesitzer an. Filius lag in der Box und kolikte. Ich entschuldigte mich in der Arbeit, rief sofort die Tierärztin und fuhr in den Stall. Da lag er, fast auf den Rücken gedreht, stöhnend, und sah mich an. Ich bat ihn nicht, aufzustehen. Nach etwa zehn Minuten war auch die Ärztin da. Meine Gedanken: „Gut, ein paar Spritzen, ein paar Stunden rumführen und er ist wieder ok.“ Leider nein. Nach der Untersuchung teilte mir die Ärztin mit, dass wohl schon der Dünndarm funktionslos sei. Es wäre keine Kolik sondern ein Darmverschluss. Man könne nichts mehr tun. Natürlich nicht ganz bei Sinnen, bat ich darum, ihm noch Aufbauspritzen zu geben, holte Filius aus dem Stall und brachte ihn zum Reitplatz, um ein wenig mit ihm zu gehen. Während dessen kam mein Freund an. Filius sah ihn und begann laut zu wiehern. Er freut sich immer über Besuche von Mike, welcher ihn stets mit Karotten verwöhnte und ausgiebig striegelte.

So gingen wir also zu dritt ein paar Runden am Reitplatz, Fili versuchte nicht ein Mal von unserer Seite zu weichen, oder sich hin zu legen. Dann sollte es so weit sein. Wir holten „seine“ Stute, machten den Strick von seinem Halfter los. Der alte Herr ließ sich fallen und lag da wie ein Hase.

Mike und ich verabschiedeten uns und die Ärztin waltete ihres Amtes.

Mein Glück mit zwei Pferden währte also nicht lange. Filius begleitete mich seit meiner Kindheit. Im jungen Alter von 21 Jahren sollte er mich verlassen. Ich werde ihn nie vergessen, er war 14 Jahre lang an meiner Seite und immer ein echter Freund.

Miss you!

Filius, mein erstes Pferd

Shadows Situation in der Herde jedoch sollte sich nicht bessern. Auch nach Wochen biss er weiterhin die Wallache blutig (teilweise war der ganze Hals aufgebissen). Mittlerweile versammelte er sämtliche Stuten um sich und verbannte die Wallache in die hinterste Ecke der Weide.

Das ging so weit, dass alle anderen Einsteller beschlossen, Shadow sollte nicht länger in der Herde stehen. Auch deshalb, weil die Tränke im oberen Bereich der Weide stand und die Wallache keine Chance hatten, diese zu erreichen.

Herr Pony wurde also vorerst mit jeweils einer Stute gemeinsam auf ein Paddock gelassen. Auch das währte nicht lange, die Stuten waren dauerrossig, was an deren Reserven zehrte. Dann als vorerst letzte Möglichkeit, bekam Shadow eine eigene Koppel auf der er ohne Pferdekontakt, alleine seine Tage verbrachte.

Das sollte zwar keine Dauerlösung sein, zu diesem Zeitpunkt stand aber keine bessere Idee parat.

Ich hingegen, fing so langsam an, Gefallen an der NHT-Arbeit zu finden. Da das Reiten ja, wie bereits erwähnt, vorerst hinfällig war. 😉

Eine Bekannte zeigte mir das „Join Up“ und ein paar Aufmerksamkeits-Übungen wie die Hinterhandwendung und Ähnliches.

Zwischenzeitlich habe ich aber sogar kurzfristig aufgegeben und suchte einen neuen Besitzer für mein Pony. Ich traute mir den Umgang mit ihm einfach nicht zu, wollte mich auch nicht länger mit dem „Biest“ quälen.

Dazu sei gesagt, dass der Umgang mit ihm immer schwieriger wurde und keine Besserung in Sicht war.

Es war unmöglich, gemeinsam mit anderen auszureiten oder ihn auch nur neben einem anderen Pferd anzubinden. Dass seine „Ausraster“ damit zusammenhingen, dass er ein Klopphengst ist, wusste damals ja keiner. 😉

Interessierte auch niemanden. Es hieß immer nur „verkauf den Gaul, der bringt dich um“, „der ist bösartig“, „das Biest muss mal ordentlich verdroschen werden“,…. jeder wusste seine Meinung dazu zu sagen, aber dem Pony eine Chance geben… darauf wäre niemand gekommen.

Soviel dazu. Langsam verstand ich auch, dass Shadow mich nur dann mögen kann, wenn er mich kennen lernt. Pferde sind nunmal kein Spielzeug. Auch konnte ich nicht die gleiche Kooperation von ihm verlangen, wie sie mir ein Pferd entgegenbringt, das mich seit Jahren kennt.

Es wurde Sommer, Shadow stand immer noch alleine auf seiner Koppel und drehte seine Runden.

Ruhiges Stehenbleiben und Grasen war ihm fremd, war dauernd gestresst und in Bewegung.

Also setzte ich mich jeden Tag ein paar Stunden zu ihm, damit er nicht ganz alleine ist. Natürlich kann ich keinen Pferdefreund ersetzen, aber besser als garnichts.

Schon nach ein paar Tagen, fand Shadow Gefallen an meiner Gesellschaft. War er alleine, drehte er weiterhin seine Runden. Sobald aber ich auftauchte und mich zu ihm ins Gras setzte wurde er ruhig, kam ganz dicht neben mich und begann zu grasen. EIN ERSTER ERFOLG! 😀

Und weiter gehts: (eingestellt, am 19.01.2012)

Es wurden nicht nur Erfolge gefeiert, erwartet also bitte nicht, dass wir ab jetzt glücklich und zufrieden den gemeinsamen Weg gingen. 😉 Da wäre ja neben der, sich sehr schwierig gestaltenden Zusammenarbeit, auch noch seine Krankheitsgeschichte zu erwähnen…

Dazu ein kurzer Einwurf: Auch wenn ihr euch den Kaufpreis und die Einstellgebühr eures Pferdes leisten könnt, vergesst nie die Tierarztkosten… In unserem Fall ginge sich da jetzt schon ein schicker Kleinwagen aus :o)

Gut, weiter im Programm: Habt ihr schon mal von Haarlingen gehört? Ich wusste nicht, dass es diese Viecher überhaupt gibt! Shadow hatte ihnen Asyl gewährt, also hieß es im Sommer 2008: WASCH DEIN PFERD! Und zwar mit einem wirklich übel riechenden Zeugs, nicht ein mal… nicht zwei mal, nein bitte drei mal. Pony waschen… ja… gut. Mach mal… 😉 Das sah dann so aus, dass wir zu dritt um Shadow standen. Die Zusammenarbeit zwischen uns Menschen hat wirklich gut funktioniert, Hut ab.

Mit einem Wasserschlauch bewaffnet, fing ich an, das Pony ganz langsam und sachte, hinten an den Hufen beginnend, an das kalte Wasser zu gewöhnen. Shadow aber fand das garnicht prickelnd und fing an zu steigen und um sich zu schlagen. War ja klar… Da half weder eine Longe, welche seinen Bewegungsraum etwas einschränken sollte, noch meine lieben Worte. Er wollte nicht glauben, dass das eben sein muss. Erklär deinem Pferd, dass es Haarlinge hat und die da nicht hin gehören.

Dann eben mit Kübel und Warmwasser. Auch das dauerte seine Zeit, das Haarling-Elixier war nach zwei Stunden aber am gesamten Pferd verteilt und damit die erste Einseif-Runde erledigt.

Die anderen Tage erspar ich euch, diese waren auch nicht einfacher. 😉

Im selben Jahr konnte Shadow noch einen Fesseltritt mit 14 Tagen Boxenruhe und Druckverband, einen Wurmbefall, unerklärlichen Haarausfall (Mähne) und eine vermutete aber nie bestätigte Magenschleimhautentzündung auf seinem Krankheitskonto verzeichnen.

Im Herbst 2008 habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und es mit dem Reiten wieder versucht. Allerdings nur in Abwesenheit anderer Reiter und Pferde. Langsam fing es sogar an, Spaß zu machen. Natürlich mussten wir uns aneinander gewöhnen, vor allem seine Empfindlichkeit gegenüber der Trense war eine Herausforderung. Aber wir konnten uns nach kürzester Zeit in allen drei Gangarten losgelöst bewegen. ERFOLG DIE 2.!! 😀

Ein Freund für Shadow: (Eingestellt 21.01.2012)

Zwar hatte ich mir über den Sommer eine Arbeitspause gegönnt und somit hauffenweise Zeit für Shadow, ein neuer Koppelfreund musste aber trotzdem langsam gefunden werden. Die Hoffnung, er könnte nach ein paar Monaten wieder zurück in die Herde, hatte ich aufgegeben. Immer noch galoppierte er mit angelegten Ohren richtung Koppelzaun, sobald sich nur ein Pferd in seine Nähe wagte. Auch die ewigen Runden zog er weiterhin. Er bekam einfach keine Ruhe.

Zwischenzeitlich versuchte ich, in der Nähe einen Pferdehof zu finden, welcher separate Wallach- und Stutenherden hatte. Leider blieb auch das ohne Erfolg. Also musste eine andere Lösung her und das bitte so schnell wie möglich. Es war nie mein Ziel, mein Pferd isoliert von anderen zu halten. Das ist doch kein Pferdeleben?

Ich hatte sogar Kontakt zu einem Mann aufgenommen, von dem ich wusste, er wollte Shadow damals als Kutschpony für sich kaufen. Zwar hatte ich den Kleinen mittlerweile lieb gewonnen, sollte jedoch jemand anderes einen besseren Platz für ihn bieten, hätte ich ihn hergegeben. Da aber auch dieser nette ältere Herr nur einen Offenstall in einer gemischten Herde bieten konnte, war auch diese Möglichkeit ausgeschlossen.

Shadow sollte also bei mir bleiben. Gemeinsam mit den Stallbesitzern suchte ich nach Lösungen, jedoch wollte keiner von den anderen Einstellern sein Pferd mit meinem „bösen“ Pony gemeinsam halten. Irgendwie, ich kann mich nicht mehr erinnern warum, kam ich mit meiner Cousine ins Gespräch, welche ihren Haflinger „Raudi“ auch im selben Stall eingestellt hatte. Und zu meiner Freude war sie damit einverstanden, es zu versuchen, die beiden zusammenzustellen. Shadow und Raudi kannten sich bereits, da sich ihre Boxen direkt gegenüber lagen.

Herr Pony hatte zwischenzeitlich eine schöne große Koppel für sich alleine, welche wir mit einem Stromzaun in zwei Teile aufteilten. Da wir Raudi auf keinen Fall gefährden wollten, stellten wir den Hafi auf den unteren Teil der Koppel, Shadow brachten wir auf den oberen Teil. So hatten die Beiden die Möglichkeit, sich kennen zu lernen, ohne dass einer dabei verletzt werden konnte.

Und jetzt kommts: So hatte ich Shadow noch nie gesehen!! Er hatte in dem Moment, als er Raudi auf seiner Koppel sah, ein richtiges Glitzern in den Augen… Die Ohren ganz nach vorne gespitzt, fast wie ein kleines Fohlen sah er aus, das zum ersten mal einen Schmetterling sieht. Ganz ehrlich: mir kamen die Tränen, als ich das sah… Shadow stellte sich ganz nah an den von uns vorher gespannten Zaun, Raudi tat es ihm gleich. Erst schnupperten sie sich ein wenig an und begannen dann, beide die Nasen unter den Zaun steckend, ganz nah nebeneinander zu Grasen.

Der Sicherheit wegen, wiederholten wir diese Art des „Zusammenstellens“ die darauf folgenden Tage. Shadow war jeden Tag voller Erwartung und freute sich die Beine aus, sobald wir Raudi brachten. Dann war es so weit: Wir machten den Zaun zwischen den beiden ab. Herr Pony fetzte los und rannte zu Raudi. Ein kurzes Schnuppern und herumlaufen, dann das gleiche Bild, wie am Zaun.

Beide begannen, die Nüstern ganz nah aneinander, zu grasen. Projekt geglückt, das Pony hatte einen Freund! ERFOLG die 3.!! 😀

Pferdefreunde

Der erste Ausritt: (Eingestellt 23. 01. 2012)

Da wir mittlerweile ja „reitend“ schon relativ gut unterwegs waren, war es an der Zeit, nochmal meinen ganzen Mut zusammenzunehmen und Shadow auch mal bei einem Ausritt die Umgebung zu zeigen. Und ums spannend zu machen, nicht alleine sondern mit einer Freundin und Ihrem Araber-Wallach. Heeeha… :/

Dazu ein kleiner Einwurf: Ich bin zugegeben ein Ausreit-Schisser und war seeehr nervös!

Also gut, zuerst zum Kennenlernen eine gemeinsame Runde am Reitplatz und dann auf in die Natur.

Natürlich tänzelte Shadow schon auf den ersten Metern seitwärts herum, eben ein bisschen aufgedreht, Herr Pony. Ich hatte hauptsächlich damit zu tun, Shadow von dem Araber fern zu halten. Mittlerweile wusste ich ja, dass er reinbeissen will ;). Ich versuchte also, meiner Freundin klar zu machen, dass ich mit Shadow besser vorginge und wir nicht nebeneinander reiten sollten. Das war für uns Menschen zwar nicht so unterhaltsam, weil wir uns schlechter hörten, ich war aber sowieso damit beschäftigt, Herrn Pony irgendwie gerade zu halten. So tänzelten wir also unsere Runde. An Traben oder Galoppieren war erst mal nicht zu denken, ich war auch so angespannt genug.

So lange Benko (der Araber) nicht zu nah an uns ran kam, war zwischendurch auch mal ein normales Gehen im Schritt möglich. Kurz vor der Ankunft zu Hause aber, wollte uns ein Auto überholen :-O.

Normalerweise doch kein Problem, oder? Ja eh nicht… Wäre da nicht Benko vorgetrabt um dem Auto Platz zu machen. Herr Pony völlig aus dem Häuschen (kann doch nicht sein, dass der jetzt vorgeht!), beginnt zu steigen und seitwärts zu galoppieren. Auch kein Problem, wäre da nicht einerseits der Stromzaun des Nachbarn und andererseits das Auto. Wir zwischendrin. Natürlich kam die Autolenkerin nicht auf die Idee, eventuell zu bremsen und ein wenig zu warten. Nein, sie musste da jetzt vorbei, koste es was es wolle. Ich hab mich schon in der Windschutzscheibe sitzen gesehen.

Um ein Haar wäre es auch soweit gewesen. Nur gut, dass wir dann endlich wieder am Araber vorbei tänzeln konnten und Shadow wieder ruhiger wurde. Am Hof angekommen war ich zwar fix und fertig, aber überlebt hab ichs doch 😉 Ergo: Irgendwie doch ERFOLG DIE 4. (hald ohne Rufzeichen) 😉

So, ihr Lieben… weiter gehts (eingestellt, am 17. 02. 2012)

Hatte irgendwie ne Schreibblockade… aber heute versuch ichs mal wieder 🙂

Shadow hatte ja nun endlich einen Freund, wie ich weiter oben bereits erzählt habe. Heute ist mir brühwarm eine seiner „Weibergeschichten“ eingefallen. Herr Pony hatte sich 2010 (glaub ich) in eine schicke Warmblutstute verguckt. Ich hatte ein mal versucht, gemeisam mit „Mirja“ eine kleine Schrittrunde anzugehen. Shadow aber konnte sich nicht mehr einkriegen und galoppierte seitwärts, stieg sobald ich ihn nicht nach vorne ließ und trappelte total aufgeregt neben der hübschen Dame her. Zwar war er halbwegs händelbar, hatte aber nur noch diese Schönheit im Kopf. Zurück beim Stall angekommen, rannte er so lange seitwärts bis wir erst an ein Auto und schließlich an den Stall knallten. Aber gut, is ja nix passiert. 😉

Auch auf der Weide stand Mirja (mit einem Durchgang geteilt) direkt neben ihm. Und ja, gut, dass der Durchgang da war. Der Stallbesitzer hat mir ein Mal erzählt, dass er sich Nachts zum Schlafen ganz an den Koppelzaun legt, damit er in ihrer Nähe ist. Nett… Natürlich drehte Herr Pony am Rad, sobald die Stute die Koppel verließ, oder irgend ein anderes Pferd sich ihr näherte. Jedoch sollte ihmdiese „Liebe“ bald zum Verhängnis werden. Ein Mädchen Namens Nicole hatte damals eine Reitbeteiligung auf Mirja. Eines Tages ging sie, gemeinsam mit ihrem Hündchen, zur Weide um Mirja zum Reiten abzuholen. Wie es das Schicksal so wollte, verfing sich der Hund im Stromzaun, Nicole war dadurch natürlich mit diesem beschäftigt und die Stute stand nun im Koppel-Zwischengang, unbeachtet – direkt vor Shadow. Rossig. Natürlich war Herr Pony total ausser sich und sah seine Chance – die er keines Falls verpassen wollte… 😉 Shadow also packt die Gelegenheit beim Schopf und stürmt durch seinen Weidezaun. Ich war zu der Zeit gerade im Stall, hörte aber erst nur Hufeklappern und Pferdegegröle. Dann sah ich, dass Mirja und Shadow die Straße lang, in Richtung Stall liefen und keilten. Sofort stürmten wir alle in besagte Richtung, wo schon der Stallbesitzer, mit einem Besen bewaffnet, vor Mirjas Box stand. Beide Pferde, Shadow und Mirja waren in der Box und keilten und grölten weiter. Dann gelang es endlich, Shadow aus dem Stall zu zerren.

Danach folgte die Bestandsaufnahme. Nicole erzählte, dass Mirja sehr hoch ausgeschlagen hatte und Shadow direkt auf den Rücken geknallt ist. Ja wuhu – was sind schon 800 Kilo auf dem Rücken eines 300 Kilo-Ponys, doch kaum der Rede wert oder? (so in etwa kann man sich den Ton der Erzählung vorstellen…). Mirja hatte wohl keine besonderen Verletzungen. Einen kleinen Kratzer am Bein. Also nochmal alles gut gegangen. Für die Gegenpartei….

Was mit Shadow war, interessierte natürlich wieder mal keinen. Klar. Das Biest ist ja schließlich auf die Stute los gegangen. Warum hat ein kleines schwarzes Pony eigentlich immer auch den „schwarzen Peter“? Ich hatte nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er Stuten gegenüber mit Vorsicht zu genießen ist. Auch hatte ich jedem mitgeteilt, aufzupassen, dass keine Stute direkt vor ihm zum Stehen kommt. Aber ja, davon wusste dann natürlich niemand etwas.

Fazit: Wieder alle sauer auf das kleine Biest. Und wir? Ja, ich hatte in den nächsten Wochen immense Tierarztkosten und Shadow enorme Schmerzen. Geschieht uns wohl recht? Der Meinung aller Anderen – Ja.

Am nächsten Tag also rief ich die Tierärztin, Shadow lahmte und wölbte den Rücken auf. Teils wars der Muskelkater aufgrund der Verrenkungen, leider hatte er aber auch einen verschobener Rückenwirbel. Die Tierärztin riet mir, ihn an der Stelle zu infiltrieren. Dabei wird rund um die verletzte Stelle eingespritzt. Shadow ertrug die Behandlung wie ein Mann, ganz ohne Sedierung. Die darauf folgenden Wochen cremte ich ihn täglich mit Sportgel ein und „beleuchtete“ ihn darauf mit einer Wärmelampe. Besser wurde dadurch leider nichts. Also war wohl ein Chiropraktiker der nächste Schritt. Gut, dass wir  eine fähige solche Ärztin in der Nähe hatten. Die stellte bei ihrem Besuch auch gleich noch fest, dass Herr Pony an gedehnten Kniebändern leidet (was das Wegrutschen der Hinterbeine auch endlich mal erklärte). Aber zurück zum Rücken. Die Ärztin verrenkte also das ganze Pony in alle Richtungen und setzte Akupunktur-Nadeln. Danach spritzte sie auch gleich die Kniebänder ein und erklärte mir unseren „Bewegungs-Plan“ für die nächsten Wochen. Und ja, endlich stellte sich auch eine Besserung ein.

Was soll ich hierzu zum Abschluss sagen… Durch die Unachtsamkeit, Ignoranz und Intoleranz anderer Personen hatte Shadow 2 – 3 Monate mit Schmerzen zu kämpfen, ich bin haufenweise Geld losgeworden und die blöde Nachrede hatten wir auch wieder eingesackt. Aber warum nicht auch das Gute in der Sache erkennen? Immerhin hat er gemerkt, dass ich ihm helfen will, wir haben NOCH MEHR Zeit miteinander verbracht und sind uns noch ein Stückchen näher gekommen. Ich will an dieser Stelle zwar nicht von Erfolg sprechen, aber es hat uns dennnoch in irgendeiner Weise gut getan. Und bleibende Schäden hat Herr Pony auch nicht davon getragen 🙂

Wir sind sogar schon mal umgefallen ;D (eingestellt, am 07.04.2012)

Ist ja schon wieder einige Zeit vergangen seit der letzten Aktualisierung… Heute ist mir unser Stunt wieder eingefallen. Ich glaube, inzwischen ist der Vorfall 2 Jahre her… in etwa. Seit ich wusste, dass Shadow unterm Sattel gerne auf andere Pferde losgeht, hab ich immer darauf geachtet, unsere Ritte so zu planen, dass der Reitplatz frei war und kein anderer dort gerade seine Runden dreht. Aber das konnte doch nicht ewig so weiter gehen? Also wiedermal meinen ganzen Mut zusammen gepackt und Herrn Pony zum Reitplatz gebracht. Dort war gerade eine Freundin mit ihrem Wallach am werkeln. Zwar war Shadow etwas aufgeregt, ließ sich aber eigentlich gut reiten. Klar hatte ich es vermieden, direkt an dem anderen Wallach vorbei zu reiten 😉 man muss ja nicht gleich übertreiben.

Und wie das Schicksal es so wollte, nahm mal wieder keiner auf uns Rücksicht. So kam eine weitere Amazone hinzu, die die glorreiche Idee hatte, ihre Stute neben uns zu longieren. Na mehr brauchte es nicht. Shadow, eingebiltete zwei Meter groß, ein mächtiger Hengst, eine wunderschöne Frau… nur war da noch der andere Wallach. Zwar keine ernstzunehmende Konkurrenz, dennoch ein Rivale.

Nun gut, Herr Pony war ausser Rand und Band. Hoppelte wie wild unter mir herum, fing an etwas zu Steigen und seitwärts zu Galoppieren.

Natürlich interessierte es meine Reiterkollegen herzlichst wenig, dass ich mit Shadow gerade ordentlich zu kämpfen hatte. Gut. Shadow kam immer höher mit den Vorderbeinchen, bis er auf einmal senkrecht in die Höhe stand. Und gleich noch ein zweites Mal. Dann kam mein Einsatz…

Während Shadow sich aufbäumte, zog ich ihn ausgerechnet gleichzeitig noch am Zügel weiter zurück. Und klar was dann passierte.. Shadow kippte nach hinten, ich hab das wie in Zeitlupe in Erinnerung – etwas auf die linke Seite gedreht, krachte er zu Boden. Mich nicht zu vergessen, ich lag unter ihm 😉

Natürlich landete ich wie immer mit voller Wucht auf meinem Kopf. Shadow landete auf meinem linken Bein. Etwas verdattert rappelte er sich langsam wieder auf, worauf auch ich hochsprang und sofort die Zügel fasste, es sollte ja nicht noch mehr passieren 😉

Mission in Gesellschaft reiten – MISSLUNGEN 😉

Eigentlich wollte ich nicht, weil ich ordentliche Schmerzen hatte, dennoch stieg ich wieder in den Sattel. Jedoch war an keine weitere Runde am Reitplatz zu denken, also ritt ich ihn noch eine Runde um den Hof um dann gleich abzusteigen.

Kaum hatte ich Herrn Pony versorgt, wurden die ersten Stimmen laut.. Und wieder: „Das Biest ist gefährlich“, „Sieh zu, dass du ihn los wirst“, „der bringt dich noch um“….

Dass eigentlich ich schuld hatte an unserem Sturz, weil ich ihn mit meinem Zug am Zügel aus dem Gleichgewicht brachte, wollte wieder niemand hören. Aber dazu darf ich nichts vorwerfen, mich interessierte die Meinung der Anderen in diesem Zusammenhang ja auch nicht.;)

Und das Gute an dieser Sache: Herr Pony hat sich mal ausnahmsweise nicht verletzt 😉

Hengstzähmung 😉 (eingestellt, am 30.04.2012)

Irgendwas musste mit meinem kleinen Wallach doch nicht stimmen… Klar wusste ich, dass Shadow erst mit sechs Jahren „entmannt“ wurde. Auch wurde mir von der Händlerin erzählt, dass er wohl, bevor Sie ihn kaufte, als Deckhengst eingesetzt war. Nicht aber war mir klar, warum Herr Pony auch nach ein, zwei Jahren nach der Kastration noch immer ein so starkes Hengstverhalten zeigte. Ehrlicher Weise muss ich zugeben, vor ihm noch nie etwas mit einem Hengst zu tun gehabt zu haben. Dennoch war ich schon der Meinung, als Wallache würden Pferde nach einer Zeit ruhiger und gleichgültiger gegenüber ihren Artgenossen.

Auf alle Fälle musste ich versuchen, etwas zu unternehmen. Also erst mal Rücksprache mit unserer Tierärztin gehalten. Diese riet mir, einen Testosterontest durchzuführen. Bei diesem Test wird dem Pferd etwas Blut abgenommen und dieses in Folge im Labor auf die Höhe des männlichen Geschlechtshormons Testosteron getestet. Sollte dieser Test positiv sein, wäre Shadow ein „Klopphengst“, was bedeuten würde, dass die Kastration nicht ganz nach Plan verlaufen wäre. Allerdings würde dies einiges erklären 😉

Dieser Test wurde natürlich durchgeführt. Ergebnis: Herr Pony IST ein Wallach. Der Wert der Testosteronmenge lag weit unter der Grenze zum „Hengstdasein“. Shadow war also nicht Hormon- sondern Kopfgesteuert? 😉

Naja, einen Versuch war es wert. Dann also war er eben ein Wallach mit Hirngespinsten 😉 Also ließ ich noch ein Jahr vergehen… Shadow würde schon noch ruhiger werden mit der Zeit. Dachte ich…

Dem war aber nicht so. Nach längerer Tüftlerei und vielen Unterredungen mit Tierärzten, hatten wir zwei Möglichkeiten parat:

1. Shadow könnte in eine Klinik, Vollnarkose, immense Kosten. Hier würde er aufgeschnitten, um zu sehen, ob eventuell noch Teile des Nebenhoden bzw. des Nebenhodengewebes irgendwo im Bauchraum rumschwirrt. Dabei wäre aber lange nicht garantiert, dass auch wenn davon etwas vorhanden wäre, dies auch mit Sicherheit gefunden werden konnte. Also eine Operation, bei der ich mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Ergebnis erwarten konnte.

2. Gerade zu dieser Zeit wurde in Deutschland eine Studie durchgeführt, bei welcher eine „Chemische Kastration“ getestet wurde. Dies bereits an vielen deutschen Hengsten. Ein Medikament, welches sozusagen unfruchtbar macht. Also quasi die Pille für den Pferdemann 😉 Die Nebenwirkungen waren nach ersten Ergebnissen nicht dramatisch. Meine Aussichten für diese Behandlung: Sollte Shadow noch Testosteron in sich haben, würde sich sein Verhalten ändern. Wenn nicht, bliebe er im Verhalten so wie er ist und ich wüsste, dass er mit 100%iger Sicherheit ein echter Wallach war. Kostenpunkt dieser Behandlung: etwa EUR 50,00. Was also hatte ich zu verlieren? Punkt 1 zu Punkt 2 verglichen, war die Chemische Kastration klar mit „das nehm ich“ zu beantworten.

Shadow wurde also in die Studie aufgenommen und geimpft. Zwar hatte das arme Kerlchen nach der Spritze zwei Tage lang immense Halsschmerzen und konnte kaum vom Boden fressen, aber dennoch nichts im Vergleich zu einer Operation. Nach gewisser Zeit wurde er nochmal nachgeimpft, wieder mit Halsschmerzen. Nun hieß es abwarten….

Und siehe da, Shadow wurde tatsächlich ruhiger 😀 Also doch ein Hengst 😉 zwar unfruchtbar, aber dennoch eben: ein HENGST! Nach und nach wurde er verträglicher, gleichgültiger gegenüber seiner Artgenossen und konnte endlich auch mal entspannt auf seiner Weide bzw. in seiner Box die Ruhe genießen und dösen. Fein… Und ich konnte endlich auch mal entspannen. Ausserdem waren die Argumente der Shadow-Gegner nun lahmgelegt. Ein Hengst ist eben einfach anders zu behandeln, als ein Wallach oder eine Stute. Zwar wollte immer noch niemand mit uns ausreiten oder ähnliches, aber mei… 😉 Ich hatte die Gewissheit, dass mein Pony nicht spinnt und endlich eine Möglichkeit, uns das gemeinsame Leben zu erleichtern 😉 Von nun an wurde Shadow ein mal Jährlich geimpft und gut is.

Wieder ein Erfolg, wie ich finde 😀

Freund Pony (eingestellt, am 21. Juli 2012)

Fast könnte es den Anschein haben, ich hätte nichts mehr zu erzählen… der letzte Enitrag auf der Geschichte-Seite liegt jetzt unglaubliche fast drei Monate (!!) zurück… aber natürlich gibt es weiteres von uns zu erzählen. Mittlerweile ist Herr Pony seit mehr als vier Jahren bei mir. Schlimm, wie schnell die Zeit vergeht… Seit nun fast einem Jahr residiert Herr Pony gemeinsam mit Mini-Shetty Hengst „Kaiser Franz Josef“ in einem Offenstall, den wir extra für die beiden umgebaut haben. Aber zum Anfang der Geschichte…

Es hatte sich eine neue Einstellerin angemeldet, welche mit zwei Großpferden und einem Mini-Shetty Fohlen am Hof einziehen wollte. So weit kein Problem, Boxen waren frei. Aber ein Mini-Shetty in eine eigene Box stellen? Zahlt sich doch fast nicht aus… und die volle Boxenmiete für so nen Zwerg zahlen, schon garnicht… Also grübelten alle gemeinsam, wo wir für den Kleinen Platz finden können. Erst dachten wir, es wäre eine Möglichkeit, ihn zu einem der Pferde in den Stall zu geben, was aber gleich durch diverse Argumente wieder ad acta gelegt wurde. Die Idee, einen Verschlag zu bauen, war auch nicht optimal. ABER… da war doch diese Waschhütte, die sowieso keiner benützte… diese wurde extra dafür gebaut, dass wir unsere Pferde darin striegeln, waschen und satteln können. Der Plan ging nur irgendwie nie auf. So wurde die Hütte als Holzlager benutzt. Warum also nicht die Hütte ausräumen, die kleinen Wiesenstücke rundum als Auslauf genutzt und die beiden Ponys, also Kaiser Franz-Josef und Shadow dort einstellen. Gut für uns, waren alle sofort von der Idee begeistert. Auch der Stallbesitzer gab sein ok und wir fingen an, die benötigten Materialien zu bestellen.

Gemeinsam mit einer Freundin und diversen Helfern befreiten wir erst das angrenzende Wiesenstück von Unkraut und Gerümpel. Ohne dies wären wir nicht an die Aussenseite der Hütte gelangt 😉

Die darauf folgende Woche waren wir damit beschäftigt, die Hütte von aussen zusätzlich mit Brettern zu verschalen, das Werk zu streichen und die Innenseite der Residenz zu dämmen. Dann noch mit schönen Holzplatten innen verschalt, einen hübschen weiss gestrichenen Zaun rund um den Auslauf und diverse Löcher im Auslauf mit Erde gestopft. Fertig war das Werk 😀 zumindest fast… Da die Vorderseite der Hütte komplett offen war, musste diese noch zur Hälfte zu gemacht werden. Zwei Ponys benötigen keinen drei Meter breiten Eingang 😉  Also die Hälfte der Öffnung mit einem Windschutz bespannt, die andere Hälfte mit Plastiklamellen zugehängt. Der Umbau hielt uns gut einen Monat auf Trab. Aber das Ergebnis ließ sich sehen ;). Und die beiden Ponys haben nun eine 16 m² Box mit Auslauf zur Verfügung…. Folgend ein Paar Fotos:

Hier entsteht ein Teil des Freilaufareals zum OffenstallVerschalungsbretter zuschneiden

Offenstall, RohbauOffenstall für Ponys

Winterzauber (eingestellt, am 29. August 2012)

Dann wollen wir mal wieder…. Aufregende Missgeschicke wollten uns in den kommenden Monaten keine passieren… Auch mal nett zur Abwechslung. Um diese Geschichte zu erzählen, muss ich aber nochmal ein paar Monate zurückgreifen. Und zwar platziert sich das Ereignis im Winter… Irgendwann zwischen November 2010 und Jänner 2011. Unsere Gegend war mit massenhaft Schnee bedeckt, etwa in der Höhe von einem Meter, oder sogar mehr. Dementsprechend schwierig gestaltete sich für Shadow das Bewegen auf der Weide. Er und Haflinger Raudi hatten einen Trampelpfad gezogen und nur der wurde benutzt. Tiefschneewaten ist wohl nur was für Weicheier 😉

Da auch ich zu dieser Zeit wenig Lust hatte, ständig irgendwo durch den Schnee zu stapfen, beschränkte sich Mr. Ponys Beschäftigung auf ausgiebiges Striegeln und füttern am Abend. An einem Wochenende aber, fasste ich dann doch den Entschluss, mit Shadow einen kleinen Spaziergang zu unternehmen, damit er auch mal „normalen“ Boden unter die Füße bekommt. Also Herrn Pony geschnappt und losgewandert. Er hatte sichtlich Freude an der Abwechslung und trippelte wie wild neben mir her, machte Luftsprünge und buckelte ab und an im Kreis um mich rum. Ja, ich sah es ein, Shadow musste mal raus und bewegt werden. Und jetzt kommt der erste Streich… Übermütig wie wir waren, trabten wir los und rannten auf eine beschneite Wiese zu, voller Elan hinein ins Getümmel… Und SCHWUPS… weg war der Pony… Haha, sind wir geradewegs in eine Schneeverwehung reingetapst und komplett verschwunden 😀 Da wieder raus zu kommen, war nicht ganz lustig, aber im Nachhinein betrachtet, muss ich immer grinsen, wenn ich daran denke..

Gut, irgendwie da wieder raus und zurück gehopst in Richtung Stall. Noch immer völlig aufgedreht, beschloss ich, am nächsten Tag den Sattel auszupacken und einen kleinen Ausritt zu unternehmen. Zwei weitere Reiterinnen schlossen sich uns an und los ging die Karawane…

Dass ich ein kleines schwarzes Dynamit unter dem Sattel hatte, wurde mir schnell klar. Kennt ihr das, wenn das Pferd unter euch nur grad so zuckt vor Anspannung und Vorfreude auf den bevorstehenden Galopp? Ein wirklich schönes Gefühl irgendwie, oder? Gut. Natürlich hatte ich unsere Begleitungen gebeten, hinter uns zu bleiben, damit Shadow nicht auf die Idee kommt, irgendjemand zu verprügeln… Mittlerweile kannte ich sämtliche seiner Unarten ja nur zu gut. Auf meine Frage „Traben wir ein Stück“ (welche eigentlich nicht an Shadow gerichtet war!) antwortete Herr Pony mit einem Freudensprung und rannte wie von der Tarantel gestochen, im gestreckten Galopp, unter mir los. Alter Schwede… Naja, kein Hindernis in Sicht, also Zügel hingegeben, in den leichten Sitz und ab mit uns 😀 Ich sag euch, wenn dieses Pony galoppiert, spürt ihr keinerlei Bewegung unter euch, da es gerade so rattert… Dazu sei gesagt, dass gerade an diesem Tag strahlend blauer Himmel zur Verfügung stand, der Schnee in der Sonne glitzerte, um uns eine riesige Schneestaubwolke… Ich kann das Gefühl garnicht beschreiben. Es hat was von absoluter Freiheit, grenzenlosem Vertrauen in das Tier unter dir und Glücksgefühlen ohne Ende…

Die beiden Anderen hatten wir längst verloren und irgendwann war auch die Galoppstrecke zu Ende.

Shadow aber war gerade im „Laufrausch“. Also Kurzkehrt und das ganze nochmal, in die andere Richtung 😀 Da muss ich jetzt die Langlaufloipe erwähnen, welche hier unseren Weg kreuzte. Ab und an zischten bunte Leute vorbei, welche manche Pferde ins Staunen versetzen 😉 Herr Pony aber blieb mitten auf der Loipe stehen und sah den bunten Menschen beim Langlaufen zu. Mein Schenkeldruck zum Weitergehen blieb unberücksichtigt. Einer der Langläufer kam uns gefährlich nahe, ich wollte ihn nicht an seinem Fortkommen hindern und versuchte weiter Shadow anzutreiben. Wieder ohne Erfolg. Da, auf einmal, den Blick nochmal kurz zu dem in Rot gekleideten Langläufer gerichtet, packt Herr Pony die Hinterbeine zusammen und fegt los wie ein Irrer. Da schau sich einer mal mein Pony an.. Der kann ja nicht im Ernst mit dem jetzt Fangen gespielt haben? 😀 Auf alle Fälle kam es mir so vor.

Im Vorbeifliegen verabschiedeten wir uns noch kurz bei meinen Reiterkolleginnen und traten die Heimreise an. Völlig verschwitzt aber zufrieden kamen wir heil am Reiterhof an. Ich packte Herrn Pony in eine warme Decke um mir darauf in der Stube einen Tee zu gönnen.

Das war mal wirklich ein freudiger Tag und ein Erlebnis welches gerne wiederholt werden durfte.

Weiter gehts… (eingestellt, am 18. September 2012)

Da mir langsam die Geschichten aus der Vergangenheit ausgehen zu scheinen, werde ich auf dieser Seite nun in der Gegenwart weiter erzählen. Eine gute Möglichkeit, auch die kleinen, aber schönen Erlebnisse festzuhalten, wie ich finde.

Gut, dann fangen wir mal an. Durch einen schrecklichen Unfall einer mir nahe stehenden Person, konnte ich Herrn Pony zwei Tage nicht besuchen. Und glaubt mir, soetwas passiert so gut wie nie. Wenn es sein muss, lasse ich ihn höchstens mal einen Tag alleine und das halte ich kaum aus.

Ich hatte also eine Freundin gebeten, sich um Shadow zu kümmern. Viel war nicht zu tun, die Ponys von der Koppel holen, Hufe säubern, Heunetz füllen und Herrn Pony etwas betüddeln. Sollte sie Lust haben, konnte sie ihn natürlich auch an der Longe laufen lassen oder mit ihm spazieren gehen.

Leider aber hängt die Frage „Tun wir heute etwas“ nicht unbedingt von der Laune des betreuenden Menschen ab. Diese Frage beantwortet und entscheidet Herr Pony, wenn ich nicht da bin. Da er sehr gut in der Lage ist, uns Menschen zu zeigen, was er möchte und was er nicht will, wird das auch meist schnell akzeptiert.

Naja, letzten Donnerstag hatte ich, wie gesagt, keine Zeit für ihn. Es regnete in Strömen, es war kalt. Gerade dieses Wetter kann Shadow überhaupt nicht leiden. Als die Stallbesitzer morgens zu ihm kamen, um ihn gemeinsam mit den anderen Ponys auf die Weide zu bringen, stand er nicht, wie üblich, an seinem Zaun und wieherte ungeduldig. Im Gegenteil. Kaum sah er, dass er raus sollte, drehte er sich weg und verschwand im Stall. Eindeutig – der Sir will heute auf seiner Residenz verweilen. Jawohl Mister, so wirds gemacht. Können wir sonst noch etwas für Sie tun? 😉

Donnerstag abend dann schaute besagte Freundin nach dem Rechten und erhielt zur Begrüßung einen kräftigen Biss in den Arm. Damit hatte sich die Frage, ob Shadow Lust hätte, zu arbeiten, auch erledigt. Zum kurzen Vergleich: Sieht er mich im Stall vorfahren, kommt er meist sofort zum Zaun und wiehert freudig. Meistens steckt er seinen Kopf selbst ins Halfter, sobald ich es ihm hinhalte und ist sofort freudig bei der Sache. Nagut, man darf nicht ausser Acht lassen, dass das Wetter an diesem Tag wirklich nicht Herrn Ponys Geschmack entsprach.

Am nächsten Tag dann scheinte die Sonne und es war trocken. Herr Pony also hielt sich morgens am Zaun auf und wartete darauf, auf die Weide gebracht zu werden. Als aber die Stallfee kam, um ihn abzuholen, drehte er um und ging in Richtung der saftigen Wiese, welche direkt an seinen Laufstall anschließt, blieb vor dem Zaun auf dieser Seite stehen und blickte Hoffnungsvoll zurück, ob denn bemerkt wurde, dass er dieses Stück Land heute bevorzugen würde. Klar wurde es bemerkt, doch diese Weide wurde erst die kommende Woche geöffnet.

Herr Pony also wird auf die andere Weide gebracht, gemeinsam mit den drei Minis und dem Hafi.

Abends, als eine Freundin den Haflinger zum Reiten abholt, prescht er zwischen die beiden und rennt die Dame über den Haufen. Hafi etwas verletzt, Betreuung schockiert, Pony hat seinen Willen – er möchte nach Hause!

Immer wenn ich soetwas dann erzählt bekomme, bin ich tatsächlich etwas baff. Klar ist Shadow ein Rüpel und weiß was er will, passt aber nebenbei eigentlich immer ganz gut auf mich auf.

Samstag endlich, hatte ich Nachmittags etwas Zeit und konnte diese mit Shadow verbringen. Kaum stieg ich aus dem Auto, hörte ich das schrille Hallo. So männlich Herr Pony auch ist, seine Stimme ist es nicht 😉 ungeduldig zappelte er am Zaun auf und ab und freute sich wohl genauso darüber, dass ich da war, wie ich selbst.

Ich öffnete das Tor und begrüßte ihn freudig. Er hielt seinen Kopf an meine Brust und genoss das Gekraule. Da standen wir… bestimmt an die zehn Minuten. Ich kraulte seinen Hals, er spielte mit der Oberlippe an meiner Jacke rum. Nicht mal, als Minipony Kaiser weggeholt und auf die Weide gebracht wurde, reagierte er darauf. Gott, tat das gut. So stressig die Zeit gerade ist, bin ich bei Shadow, fällt für kurze Zeit die ganze Last von meinen Schultern ab.

Nach dem ausgiebigen Begrüßen, striegelte ich Herrn Pony um ihn für den Spaziergang aufzuhübschen. Auch da war er mit Freude dabei und ging eine gute Stunde mit Schwung neben mir her. Sogar mal lahmfrei, wie schön… Nach dem Ausflug, brachte ich Shadow zu den anderen auf die Weide und verabschiedete mich. Auch da hatte er nur Augen für mich und blieb am Zaun, bis ich endgültig in Richtung Auto verschwand. Erst dann konzentrierte er sich auf seine Kumpels und spielte ein wenig.

Das ist jetzt kein tierischer, sondern ein absolut menschlicher Gedanke: Herr Pony ist eben für mich da. Ja, wohl nicht in dem Sinne, wie wir das verstehen, aber ich bin mir sicher, dass er spüren kann, wenn es mir nicht gut geht. Es heisst ja, Pferde hätten telepathische Fähigkeiten. Mag sein…

Ein Sturz von vielen (eingestellt, am 4. November 2012)

Die kleine Ponyherde besteht, seit Spencers Einzug, nun aus vier Tieren. Shadow, Kaiser, Raudy und Spencer. Ab und an kommen zum Spielen zwei weitere Kumpels hinzu, die Minipony Hengste Namens Diego und Friedolin. Da Diego, ebenso wie Shadow, ein sehr dominantes Tierchen ist, liegt es nahe, dass Shadow und Diego ihren Spieldrang ausleben, sobald sie sich treffen. Wildes Gequietsche, Steigen, Drohgebärden und gegenseitiges Gezwicke ist also vorprogrammiert. Jedoch laufen die Begegnungen der beiden immer komplett aggressionsfrei ab und ist reines Spielverhalten.

Vorgestern also, brachten wir Diego und Friedolin zu den Anderen auf die Weide. Kaum dort angelangt, erwachte Shadow aus seinem Gedöse und kam uns freudig entgegen, um die Ponys zu begrüßen. Gleich rannten Diego und er los und drehten ein paar Runden auf der, durch den Regen der letzten Tage, aufgeweichten Koppel. Schnelle Wendungen und Slidestops sind hier unausweichlich. So kam es also, dass Herr Pony die Kontrolle über seine Beinchen verlor und in Zeitlupe erst vorne wegknickte, dann verdreht auf dem Kopf zu liegen kommt, um dann auch hinten umzukippen und sich langsam wieder aufzurappeln. Etwas geknickt, wie immer nach Stürzen, trabbelte er dann im langsamen Trab wieder auf Diego zu, um weiterzuspielen. Mit hitzigem Galopp aber, war an diesem Tag nichts mehr. Er hatte sich wohl doch etwas verletzt und ging dementsprechend steif. Auch Diego blieb nicht ganz unversehrt und schlug sich beim Gerangel die vorderen Schneidezähne blutig.

Nichts desto trotz hatten die beiden wohl eine Menge Spaß und waren am folgenden Tag wieder fit wie Turnschuhe 🙂

Licht im Schatten (eingestellt, am 25. November 2012)

Ich muss ja sagen, dass das Jahr 2012 unter keinem guten Stern steht, irgendwie. Weder beruflich, noch privat laufen die Dinge annähernd zufriedenstellend. Und zu allem Übel soll die Welt nun am 21. Dezember 2012 doch nicht unter gehen… Also heissts weiter machen 🙂 So schlimm manche Tage auch irgendwie sind, verblüfft mich der Erholungswert, der Zeit mit den Ponys doch jedes Mal aufs neue. Egal, wie übel der Tag auch war, Herr Pony schafft es wirklich täglich, mich auszugleichen und fröhlich zu stimmen 🙂 So auch letzten Mittwoch. Nach ausgiebigem Striegeln, ging ich gemeinsam mit ihm auf den Roundpen, um ihm etwas Bewegung zu verschaffen. Ich bin immer begeistert, mit welcher Freude er sich vom Heusack entfernt, und mit mir kommt. Jedes andere Pferd würde sich wohl wehren und versuchen, klar zu machen, dass das Heu jetzt wichtiger wäre, als Sport 🙂 Nicht Herr Pony. Er freut sich jedes Mal aufs Neue über sein Bespaßungsprogramm. Gut, wir also im Roundpen. Dabei lasse ich immer die Longe weg und benutze nur den Stick. Diesmal aber hab nicht ich den Stick benutzt, sondern Shadow. Wir standen uns gegenüber, er nahm mir den Stick aus der Hand und drehte den Spieß um 😀 Diesmal nämlich, lief ich aussen rum und Herr Pony, wild mit der Gerte fuchtelnd, hinter mir her! Ein Bild für Götter, wie ich finde. Und ja, es hat ihm sichtlich Spaß gemacht, mich rumzuscheuchen 😀 Wieder einmal würden mir viele Leute einen Vogel unterstellen 😉 aber mei, wer will schon normal sein. Ganz ehrlich, lieber habe ich Spaß mit meinem Pony, als immer strikt nach Regeln zu arbeiten!

Das ganze Jahr 2013 versemmelt :O (eingestellt, am 16.05.2014)

Oh nein, wie kann man nur so nachlässig sein. Da hab ich also seit November 2012 hier keinen Eintrag mehr gemacht. Dafür möchte ich mich entschuldigen und werde das letzte Jahr für euch nachholen. Erstens gings privat sowie beruflich ziemlich drunter und drüber, darunter haben wohl nicht nur die Ponys, sondern auch die Geschichte hier gelitten. Die Ponys, welche ein paar Zeilen vorher erwähnt sind, also Diego und Friedolin wurden vom Besitzer verkauft und haben den Hof verlassen. Ebenso ist der kleine Kaiser Franz Josef im Sommer des letzten Jahres ausgezogen. Im Offenstall also leben jetzt nur noch meine beiden Ponys, Shadow und Spencer. Raudi geht natürlich nach wie vor mit den beiden auf die Weide. So haben wir also wieder einen Dreier-Bund.

Was soll ich sagen, ich hab wieder nichts ergänzt… jetzt aber nehme ich mir die Zeit und versuche, mich zurück zu erinnern. Wer den Blog verfolgt, weiß, dass ich vom sogenannten Natural Horsemanship ala Trainingsprogramme nach Parelli etc. so ziemlich abgekommen bin. Stattdessen steht der Fokus nun eher auf langen gemeinsamen Spaziergängen und Clicker Training.

Was Spencer angeht, bin ich das eine oder andere Mal an meine Grenzen gestoßen, ist er doch wieder ganz anders als Shadow. Da Spencer ja im Alter von sechs Monaten bei mir eingezogen ist (Wahnsinn, Mitte September lebt er schon zwei Jahre bei mir!), konnte ich ganz von vorne mit ihm und der gemeinsamen „Arbeit“, wenn man es so nennen kann, beginnen.

 

4 Comments

  • Reply
    Denise
    at

    Hallo,

    ich habe deinen Blog verschlungen bitte schreib hier mal wieder rein du hast auch ganz ausgelassen das Spencer dir gehört also das du ihn gekauft hast……ich will mehr 🙂 sehr coole Seite

    • Reply
      Tanja
      at

      Aaaaaawww, wie lieb ist das denn? <3 Aber du hast recht... Die Geschichte ist in den letzten Jahren ziemlich untergegangen.. ich werd mich mal dahinter klemmen 😀

  • Reply
    Dana
    at

    Was für eine fantastische Geschichte. Ich habe sie gerade eben verschlungen, und viel gelacht, aber auch paar Tränchen gewischt. Ich habe auch so einen verrückten ‚Hengst‘, nicht richtig kastriert, nicht mehr zu retten. Die Spritzen zu geben, traue ich mich nicht. Also ist er eben Hengst. Glücklicherweise haben wir nicht so krasse Krankengeschichten. Dafür ist er nicht so gnädig mit anderen Pferden. Ich habe ihm nun auch ein Beistellpony gekauft, damit er nie wieder einen Kumpel verlieren muss. Leider entwickelt sich das sehr schleppend zwischen den beiden. Die erste Zeit hatte der Kleine arge Pelzverluste. Jetzt kaum noch, bis auf kleine Rückfälle. Aber ich kann die Weide nicht wechseln, neues Territorium = neue Kämpfe. Irgendwann muss ich. Mir graut schon davor. Wahrscheinlich sollte ich wirklich auch eine Aufstellung machen. Auf jeden Fall mag ich deine Seite, und deinen Umgang mit den Ponys 🙂 <3

    • Reply
      Tanja
      at

      Hallo liebe Dana,

      danke für deinen Kommentar! Die Spritzen haben uns damals schon geholfen, auch etwas mehr zueinander zu finden. Mittlerweile erleben Herr Pony und ich uns seit 10 Jahren fast täglich und sind dicke Freunde 🙂 auch Spencer und er haben sich richtig gern – das allerdings eigentlich von Anfang an. Alles Gute euch! <3

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