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Training mit alternativen Ansätzen

So fühlst du wie ein Pferd! Drei Achtsamkeitsübungen für dich

Ich denke zu viel, ich überlege zu viel: Was wäre wenn? Wird das gut gehen? Gestern hast du die Lektion so gut gemeistert, heute geht nichts, warum?

Der Fragen immer zu viele, die Gedanken schwirren im Kopf, wie viele fleißige Bienen. Dabei produzieren sie aber weder Honig, noch sonst irgendwas Brauchbares.

Ich muss also einen Weg heraus aus dem Kopfkino, hinein in die Gegenwart, ins Hier und Jetzt finden. Aber wie? So!

Pferde leben ja, wie wir wissen, nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft, sondern immer im Moment. Dabei sind sie nicht, wie wir Menschen, fähig, ihre Wahrnehmung auf einen bestimmten Teil der Umgebung zu konzentrieren, sondern haben immer das große weite Alles im Fokus.

Was bedeutet das?

Es bedeutet, dass sowohl der Wind, als auch die anderen Pferde auf der Weide, der Bauer mit seiner Schubkarre, die zwitschernden Vögel, das herannahende Auto, den gleichen Aufmerksamkeits-Wert haben, wie wir, die wir auf des Pferdes Rücken sitzen (oder am Longieren sind) und unsere Paraden an das Tier weitergeben.

Das Wissen darum sollte uns insofern dienlich sein, als dass wir akzeptieren können, wenn das Pferd gerade etwas unaufmerksam ist bzw. die Hilfen nicht sofort annimmt.

Wenn wir dann noch gedanklich ebenso wenig bei der Sache sind, kann sich das harmonische Zusammensein, das Eins sein mit dem Pferd, nicht einstellen. Statt dessen sind wir enttäuscht ob der misslungenen Reiteinheit, das Pferd ist verwirrt, weil es uns nicht versteht.

 

Ändere deine Einstellung, sei im Moment!

Deswegen. Anstatt unsere Pferde ändern zu wollen (was ja sowieso nicht möglich ist), sollten wir uns mit dessen Wesen abfinden (das Hier und Jetzt, die Präsenz der Umgebung) und uns darauf einstellen, vielleicht sogar uns daran versuchen, ähnlich zu denken und uns noch mehr auf das Pferd zu konzentrieren.

Zu eben diesem Thema habe ich ein sehr tolles Buch gefunden, welches ich euch zu einem späteren Zeitpunkt unbedingt vorstellen will (hier gehts  zur Buch-Vorstellung), da meine Aha-Effekte beim Lesen wie Raketen aufsteigen.

Aber weg vom Buch, zurück in den Moment. Mein Moment im Moment (hehehe, klingt super) sieht aus wie folgt: „Ich bin müde, der Kaffee duftet, ist aber gerade zu heiß zum trinken. Mir ist kalt, es ist früher Morgen. Gerade geht die Sonne auf und leuchtet durchs Fenster. Der Kater schnurrt, sieht aus, als fühle er sich wohl. Das Surren des Laptops verheißt nichts Gutes.“

Versucht das mal selbst, ist gar nicht so einfach, ohne ein „es war“, „es kommt“ „gleich muss ich“ aus zu kommen, oder?

Drei kleine Achtsamkeitsübungen für dich!

  • Kannst du einfach nur hier bei deinem Pferd sitzen und nichts tun? Wenn dein Pferd am dösen ist, setz dich einfach mal dazu und versuche nichts zu machen. Versuche, deine Umgebung wahr zu nehmen. Hörst du die Vögel? Kannst du die Grille zirpen hören, die Ameisen bei ihrer Arbeit beobachten? Versuche, mit weichem Blick alles zu erfassen, was sich in deinem Blickfeld auftut, ohne etwas dabei zu fokussieren, nimm es wahr wie ein großes, ganzes Bild.
  • Atme bewusst und tief ein, atme bewusst wieder aus. Unser Atem funktioniert automatisch, wir müssen uns nicht auf ihn konzentrieren – er ist einfach da (zum Glück!). Beobachte, ob du mit der Brust, oder tief in den Bauch hinein atmest. Wie fühlt sich das an? Wohl erst einmal ungewöhnlich, hier beobachten wir etwas, das normaler weise einfach so statt findet, ohne Beachtung zu bekommen.
  • Ich liebe es, in den Wald zu gehen. Ich liebe den Duft, die Geräusche, die Stille im immensen Lärm, den der Wald mit all seinen Bewohnern aussendet. Gehe einen Waldweg entlang und beobachte 10 Schritte lang, was dir auf diesem Weg begegnet. Siehst du den Käfer? Hörst du die Vögel? Unglaublich, wie viele unterschiedliche Pflanzen sich hier tummeln.

Wie fühlt sich das für dich an?

Nun beobachte dich selbst, du warst so sehr auf die Gegenwart konzentriert, dass du ganz vergessen hast, darüber nachzudenken, was du eigentlich noch alles erledigen solltest? Du hast dich ein paar Minuten lang nicht darum gekümmert, was du Abends kochen möchtest. Du hast dir keine Sorgen gemacht und konntest einfach nur sein und dich an deiner Umgebung erfreuen.

Die Sache ist die: Wenn wir uns immer nur damit beschäftigen was war und was kommen wird, verpassen wir unser ganzes Leben mit all ihrer Schönheit, ihren Gerüchen, ihren Gefühlen, ihrer Freude und Traurigkeit.

Schaffen wir es, zumindest manchmal, die Momente die wir gerade durchleben, zu genießen, ist unser Leben erfüllter, entspannter und wertvoller. Vor lauter Beschäftigung vergessen wir, zu genießen, was wir haben, sehen, riechen und fühlen können.

 

Probier es aus und fühl dich einen Moment in den Moment ein und sein ein Teil eines großen Ganzen <3
Achtsamkeitsübungen
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Miri zeigt hier wunderbar auf, wie ihr euch selbst motivieren könnt!

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