Tash-Horseexperience
Innere Blockaden, Tierkommunikation
Training mit alternativen Ansätzen

Von Pilzen und Giften: Löse deine inneren Blockaden und finde die Seele der Pferde

Tierkommunikation hat viele Gesichter. Hier lest ihr in einem ganz persönlichen Text meine eigene kleine Geschichte und einen Weg zur Seele der Pferde.

Ich horche ganz tief in mich hinein. Da ist er, dieser Schmerz, der Zorn, die Hilflosigkeit. Das verzweifelte Suchen nach Antworten, Lösungen und Erklärungen. Aber nichts. Ich bleibe alleine mit meinen Gedanken. Das ungemütliche Bauchgefühl breitet sich immer weiter aus, bis es mich so einnimmt, dass mich die Kraft verlässt.

Weg damit!

Ab in die Schublade, „Bauch, bewahr das für mich auf, ich will es nicht mehr fühlen.“

Jeder von uns hat mindestens ein kleines Trauma, eine Erfahrung, die uns manchmal für eine sehr lange Zeit begleitet. Bis sie eben in diese Schublade wandert. Dort brodelt sie leise weiter, bemüht sich aber nicht mehr in unser Bewusstsein zurück, weil sie besser weiß als wir, dass sie uns an ihrem stillen Ort viel besser unter Kontrolle hat.

Wir hingegen fühlen uns sicher und bemerken nicht, dass uns dieser kleine Pilz innerlich vergiftet. Das geht oftmals so weit, dass wir krank werden oder unser grauer Schleier über unsere Pferde wandert und diese ebenso belastet.

Dabei ist es gleich, ob wir der Meinung sind, unser Pilz sei nur ein ganz kleiner und nicht der Rede wert. Es ist egal, was andere dazu sagen, ob sie uns belächeln würden oder ob es sich um ein wirklich global präsentes Thema handelt. Es ist unser Pilz, unser ganz eigener, und wir entscheiden gemeinsam mit ihm, wie stark er uns belastet.

Mein eigener kleiner Pilz hat mich in meiner Jugend erreicht und mich dann jahrelang begleitet. Ohne, dass er mir richtig bewusst wurde. Klar, ich war immer etwas abweisend und konnte schwer Nähe zulassen. Das bezog ich aber nicht auf das innerliche Gift sondern auf meine Natur. Dann bin ich eben so. Nein. Ich bin so nicht. Ganz und gar nicht. Eigentlich hab ich ganz viel zu geben und kann eine große Stütze sein. Aber das hat mir eben damals niemand gesagt.

 

Das Lächeln siegt über den Kampf

Dein Pferd – dein Spiegel

Ich weiß nicht mehr warum, eines Tages erinnerte ich mich zurück an die Stelle, an der ich den Pilz aufgelesen hatte. Erst an diesem Tag wurde mir bewusst, dass seine Fäden in mir gewachsen waren und sich sein Gift über Jahre verbreiten konnte.

Ich ging in mich, versuchte die Gefühle in mir wahr zu nehmen und zu begreifen. Ich wollte diese Gefühle fühlen, jetzt, auch wenn sie noch so intensiv, belastend und beängstigend waren. Dann begriff ich: Auch wenn andere den Pilz für mich eingesammelt haben, bin es doch ich, die vergiftet wurde. Die Sammler würden immun dagegen sein, das Gift kann ihnen nicht schaden. Es schadet mir – nur mir.

Bis zu diesem Zeitpunkt war mir nicht bewusst, dass mein Pony genau so unzugänglich war wie ich. Die Neutralisierung des Giftes öffnete nicht nur mich, der Herr fühlte, dass sich etwas in mir veränderte und antwortete mit tiefster Zuneigung, Kooperation und Einigkeit. Fast so, als stünde ich vor dem Spiegel und lauschte dem Tanz meines Spiegelbildes.

 

Worauf will ich hinaus?

Die Blockade in mir konnte ich nur dadurch auflösen, dass ich sie akzeptierte als das was sie ist. Ja, das war damals nicht schön und ja, es hat mich beeinflusst. Aber: Ich kann daran nichts ändern. Was statt fand ist heute vorbei. Es ist ein Teil von mir und es ist ok. Ich muss akzeptieren, dass es weh tut, dass es belastend war, aber es darf mein Leben nicht bestimmen.

Erst seit ich diese Blockade als solche erkenne und für mich stimmig auflösen konnte, finde ich den Weg zur Pferdeseele. Was ich vorher immer unbewusst blockiert hatte, öffnet mir heute große Tore. Ich bin im Reinen mit mir, mit meiner Vergangenheit und mit meinen Gefühlen. Auch mit den Menschen, die mir diesen Pilz in den Weg gestellt hatten, hege ich heute keinen Gram mehr. Dieser Gram würde nichts am Geschehenen ändern. Er würde mich nur weiter blockieren.

Der Pilz ist weg, sein Gift hat sich neutralisiert. Natürlich hat es über die Jahre auf mich gewirkt und mich verändert. Diese Veränderung aber ist ein Teil von mir, sie gehört zu mir und macht einen Teil von mir aus.

 

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Ich kann Pferde sprechen hören – Tierkommunikation

..weil ich zulassen kann, ihnen zuzuhören. Ich bin nicht mehr nur mit mir selbst beschäftigt. Mein Misstrauen gegenüber anderen Lebewesen ist verschwunden, ich kann Anliegen meiner Miterdenbewohner annehmen. Herr Pony hegt seither eine noch innigere Verbindung zu mir und genießt es sichtlich, direkt in mein Herz sehen zu können. Ich kann bis heute nicht genau benennen, was das ist. Aber meine Intuition leitet mich, sobald ich Pferde treffe, die Probleme mit sich herum schleppen, welcher Art auch immer diese sein mögen.

Heute weiß ich, dass nur der Weg zu mir Selbst die Tore zur Welt öffnen kann.

Mein ganz persönlicher Weg zur Tierkommunikation ist ein reines, mitfühlendes Herz. Pferde spüren es, wenn wir ganz ehrlich und innig an ihnen und ihrem Wohlergehen interessiert sind. Ohne Vorurteile, ohne Wünsche unsererseits. Oftmals vergessen wir neben unserer eigenen Anliegen, dass auch unsere Pferde Wünsche haben und gehört werden wollen.

Ich nehmen das Pferd wahr als das was es ist, ohne es zu werten. Ich schätze es für sein Sein. Ich bin gemeinsam mit ihm im hier und jetzt. Es ist unwichtig, was war und was kommt. Wichtig ist nur das vergängliche Jetzt.

Was du nicht ändern kannst, das akzeptiere

Viel zu oft hängen wir mit unseren Gedanken an der Vergangenheit und der Zukunft fest. „Warum passiert das immer mir?“, „Was wird morgen sein?“, „Wie kann ich meine Ziele erreichen?“ Die Zukunft aber ist noch in weiter Ferne, die Vergangenheit liegt hinter uns. Wenn wir immer nur damit beschäftigt sind, was die Zukunft für uns bereit halten wird, zieht unser Leben an uns vorbei. Viel zu spät werden wir bemerken, dass die Jahre ins Land gezogen sind, ohne dass wir sie lebhaft wahr nehmen konnten.

Die Vergangenheit hingegen können wir nicht mehr ändern. Sie ist bereits an uns vorbeigezogen. Wir können sie nur akzeptieren, als das was sie ist: vergangen.

Nicht immer sind wir in der Lage, unsere Probleme selbst aufzulösen oder überhaupt nur als solche zu erkennen. Scheut euch nicht, auch Hilfe in Anspruch zu nehmen. Einen Teilbeitrag zur Entdeckung meines Inneren konnte Angelika Hutmacher mit einer Familienaufstellung für Herrn Pony und mich leisten.

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